Kennst du das auch? Du hast eine wichtige Aufgabe zu erledigen, sei es ein Referat, eine Hausarbeit oder die Vorbereitung auf eine Prüfung, und trotzdem findest du unzählige Gründe, warum das Ganze besser auf morgen verschoben werden sollte?

„Morgen, morgen, nur nicht heute“ – das ist aus dem Lied „Der Aufschub“ und beschreibt perfekt, was vielen von uns wohl bekannt ist: Aufschieberitis. Geschrieben hat das Christian Felix Weiße, der vor ungefähr 300 Jahren geboren wurde – du siehst, das Problem ist genauso alt wie verbreitet.

Aufschieberitis, auch Prokrastination genannt, ist ein Phänomen, bei dem man wichtige Aufgaben immer wieder aufschiebt, obwohl man eigentlich weiß, dass man sie bald erledigen sollte. Oft geschieht das aus Angst, Überforderung oder einfach aus der Gewohnheit heraus, immer wieder andere Dinge vorzuziehen. Vielleicht lenkt dich dein Handy ab, oder das nächste Level in deinem Lieblingsspiel scheint jetzt wichtiger zu sein als das Lernen für die nächste Matheprüfung.

Besonders vor wichtigen Prüfungen, wie Abschlussprüfungen, kann Aufschieberitis richtig kontraproduktiv sein. Je mehr wir aufschieben, desto mehr Stress baut sich auf und manchmal auch noch ein schlechtes Gewissen, was zusätzlich lähmen kann.

Aufschieberitis – Die Ursachen verstehen

Um die Aufschieberitis zu bekämpfen, ist es wichtig, die Ursachen zu erkennen:

  1. Angst vor dem Scheitern: Vielleicht machst du dir Sorgen, dass du bei der Prüfung nicht gut abschneidet.
  2. Perfektionismus: Manchmal halten wir Aufgaben für zu schwierig oder wollen sie perfekt erledigen, was uns abhält, sie überhaupt zu beginnen.
  3. Überwältigung: Einfach nur der Gedanke an eine große Aufgabe kann uns überfordern und dazu führen, dass wir lieber gar nichts tun.

Es gibt noch etliche Gründe mehr, aber das sind grob gefasst die Hauptgründe.

Lösungen gegen Aufschieberitis

Es gibt viele Möglichkeiten, die Aufschieberitis zu überwinden. Hier sind einige hilfreiche Tipps:

  1. Setze dir kleine Ziele: Anstatt die gesamte Aufgabe auf einmal zu erledigen, teile sie in kleinere, überschaubare Schritte auf. So bleibt der Druck geringer, und du kannst Erfolge feiern.
  2. Zeiten festlegen: Plane feste Zeiten in deinem Tagesablauf ein, in denen du an deinen Aufgaben arbeitest. Eine klare Struktur kann helfen, die Ablenkungen zu minimieren.
  3. Belohnungen: Setze dir kleine Belohnungen für den Abschluss jeder Aufgabe. Das kann so etwas sein wie beispielsweise eine kurze Spielpause.
  4. Ablenkungen reduzieren: Schaffe dir einen ruhigen Arbeitsplatz, an dem du ungestört lernen kannst. Das bedeutet allerdings auch, das Smartphone beiseite zu legen.
  5. Motivation finden: Überlege dir, warum die Aufgabe wichtig ist. Male dir aus, Was du mit der Erledigung der Aufgabe erreichen kannst – stell dir das am besten bildlich vor. Das kann wirklich motivierend wirken!
  6. Mit Freunden lernen: Lerngruppen können helfen, die Aufgaben nicht länger aufzuschieben. Oft macht es mehr Spaß mit anderen zu lernen und man kann sich gegenseitig helfen und auch motivieren.

Fang‘ an und mach‘ erstmal kleine Schritte – viel Erfolg dir!

Hab’s gut.
Deine
Daniela Weber